Lichtblicke 2024 — Wasser



Die Wiener Lichtblicke feiern ihr fünfjähriges Jubiläum von 25.10. bis 10.11.2024 in Stadträumen von Baden und Wien als faszinierende Symbiose aus Lichtkunst und klimabewusster Stadtentwicklung. Das hochkarätige Programm zum Thema Wasser führt von Wien nach Baden, vom Amalienbad und vom Wasserturm bis zum Mühlbach und zur Ursprungsquelle. Aktivitäten wie geführte Licht&Schatten-Touren, Lichtbus- und Licht-Tram-Fahrten laden die Besucherinnen und Besucher in den Abendstunden ein, in die Lichtkunstwerke einzutauchen. Es ist Kunst für alle: schwellen-, barriere- und kostenfrei.
Während der Verfassungsgerichtshof in Kooperation mit den Wiener Lichtblicken bereits im Vorfeld als Lichtkunstwerk für die Demokratie erstrahlt – Chromotopia Politeía ist täglich seit 1. Oktober bis zum 10. November von Sonnenuntergang bis 22 Uhr zu sehen –, eröffnet das 17-tägige Festival am 25. Oktober 2024 zuerst in Wien und danach in Baden mit der symbolischen Übergabe des chromatischen Lichts an die Kurstadt Baden.
LICHTWEG BADEN
Die Kurstadt und beispielgebende Klimamodellregion Baden wird zum ersten Satellitenort der Wiener Lichtblicke, unterstützt vom Klima- und Energiefonds und der Stadt Baden. Ab 25. Oktober werden jeden Abend von Sonnenuntergang bis 22 Uhr fünf ikonische Orte im Zentrum Badens von Lichtkunst aus Sonnenlicht durchflutet. Für die Chromotope am Frauenbad (Arnulf-Rainer-Museum), Mühlbach (Josefsplatz), bei der Ursprungsquelle (Kurpark), am Kaiserhaus (Hauptplatz), an und in der Kirche St. Stephan schaffen die Künstler:innen Francesca Centonze, Victoria Coeln, Ahoo Maher, Olaf Osten und Deborah Sengl Lichtgrafiken zu "Wasser, Licht, Energie und Demokratie in Bewegung“, dem Leitthema der Wiener Lichtblicke. An drei Abenden werden Lichtbusfahrten mit Christine Triebnig-Löffler angeboten, die vertiefende Informationen zu den Lichtkunstwerken und den beleuchteten Objekten anbieten.
LICHTKUNST aus SONNENLICHT
Der Strombedarf für die Lichtkunst in Baden (rund 600 kWh gesamt für 17 Tage) wird von der Mittagssonne in nur 5 Minuten an Baden geliefert und von den dort installierten Photovoltaik-Anlagen (Leistung 7.500 kW) in nur 30 Minuten in elektrische Energie umgewandelt. Könnte alles Sonnenlicht, das in dieser halben Stunde die Erde erreicht, ebenso gesammelt, umgewandelt und gespeichert werden, so wäre damit der gesamte Energiebedarf der Welt für ein ganzes Jahr gedeckt. Alleine die Stadtgemeinde Baden speichert untertags das 10fache der Leistung, die dann abends für die Lichtkunst benötigt wird.
NEUERUNGEN 2024
Das Festival, das seit seiner Gründung während der Lockdowns 2020 gesellschaftspolitische Themen wie Menschenrechte, Zivilcourage, Verfassung und Demokratie in eine neue Sichtbarkeit rückt, bringt 2024 drei wesentliche Neuerungen mit sich, die allesamt auf Bewegung abzielen – sowohl im metaphorischen als auch im buchstäblichen Sinne.
1. Gesellschaftspolitische Fragen sollen greifbarer und praxisnäher verhandelt werden. Das spiegelt sich in der neuen thematischen Gestaltung wieder. Im Kontext von Licht, Energie und Demokratie ist die Bewegung des Elements Wasser die einzige, die auch für das freie Auge sichtbar ist.
2. Der erste Satellitenort Baden, die erstmaligen Lichtorte der Wiener Lichtblicke in der Umgebung von Wien, betont den regionalen und ökologischen Kontext.
3. Fahrende Chromotope: Lichtbus in Baden und Licht-Tram in Wien. In Baden wird der neue Elektro-City-Bus (Kooperation Blaguss) und in Wien die Straßenbahn der Lange ULF (unterstützt von der Stadt Wien, Wiener Wasser) mit chromatischer Lichtkunst ausgestattet. Die Fahrgäste befinden sich in der Lichtkunst, die sie zu weiteren Lichtkunstwerken bringt.
4. Handbewegte Lichtkunst begleitet die Licht&Schatten-Touren, geführt von Guides, den professionellen Fremdenführer:innen (eine Kooperation mit der Wiener Wirtschaftskammer). Sie vertiefen die thematischen Bezüge zu den Orten, die besucht werden. Mobile Lichtkunst, die auch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewegt werden kann, rückt die Erzählungen in eine neue Sichtbarkeit.
PROGRAMM in BADEN und WIEN
Fokus Wasser, Licht, Energie und Demokratie in Bewegung
Das diesjährige Festival verbindet Kunst und Bewegung. Das Programm bietet spezielle Aktivitäten in beiden Städten an, wie Lichtbus- und Licht-Tram-Fahrten mit chromatischem Licht oder geführte Abendspaziergänge, die von handbewegter Lichtkunst begleitet werden. Die Bevölkerung und Gäste beider Städte sind dazu eingeladen, Teil der Kunst zu werden und sie selbst mitzugestalten.
