Gabriele Stötzer

wurde 1953 in Emleben in Thüringen geboren. Die Schriftstellerin und Künstlerin lebt und arbeitet in Erfurt und Utrecht. Gabriele studierte an der Pädagogischen Hochschule Erfurt und wurde 1976, nachdem sie sich mit exmatrikulierten Kommilitonen solidarisiert hatte, zwangsexmatrikuliert. 1977 saß sie im Frauengefängnis Hoheneck wegen „Staatsverleumdung“. In den 1980er Jahren war sie eine der Gründerinnen der Künstlerinnengruppe Erfurt; 1989 besetzte sie die Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt und Mitgründerin der Bürgerinitiative „Frauen für Veränderung“. Seit 1990 stellt sie international aus und ist in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten. 2022 veröffentlichte sie ihr vielbeachtetes Buch „Der lange Arm der Stasi“, in dem sie das skrupellose Vorgehen der Staatssicherheit in der Erfurter Kunstszene aufarbeitete. Gabrieles zentrales Motiv ist der weibliche Körper; ihre Performances, Filme, Fotografien und Zeichnungen kreisen um Widerstand, Selbstbehauptung und Selbsterkundung.
Freiheit

Gabriele Stötzer und Victoria Coeln kooperieren seit 2019 miteinander. Sie hatten sich in Leipzig durch Gesine Oltmanns kennengelernt, die Gründerin der Revolutionale und ebenfalls im Widerstand gegen das DDR-Regime wie Gabriele Stötzer. Beide können in ihrer Vita sehr viel über Meinungsfreiheit sprechen und was das mit den Menschen macht, wenn dieses Recht nicht respektiert wird.
Die Lichtgrafik „Freiheit“ verweist auf die vielen, durchaus ambivalenten Seiten der Freiheit … auch nachzulesen in Gabriele Stötzers Publikation: „Der lange Arm der Stasi“, 2022, nachzuhören in einem Gespräch, das von Aktionsradius Wien mit der Künstlerin geführt und aufgezeichnet wurde.

Photo Credits: NIPAS / Helmut Prochart / Bildrecht, Ralf Gerlach (Portrait Gabriele Stötzer)


